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Ab und zu schlendert man doch mal über Märkte und irgendwie kommt dann im Hinterkopf das Thema Feilschen/Handeln auf. Aber warum betreiben es so wenig Leute? (Zumindestens hab ich das Gefühl. – Neben mir stand bisher noch niemand, der sich irgendwie in der Richtung artikuliert hat.)

Darüber habe ich mir mal Gedanken gemacht und bin zu folgenden Schlüssen gekommen:

- Wieviel ist die Ware wert? Wir kenne doch nicht die Umstände, unter denen sie hier her gekommen ist, wieviel sie am Ursprungsort gekostet hat und was sonst noch so für Zwischenhändler sie in der Hand hatten. Und der ach-so-arm aussehende Händler einem gegenüber, der kann das Geld doch bestimmt gebrauchen… Wir haben einfach keine Ahnung!

- Wer KANN denn feilschen? Viele Kinder… zum Beispiel um ihre Strafe, die sie sich irgendwie eingehandelt haben. Aber im Laufe der Zeit verlernt man es irgendwie. Man kann es nur nicht mehr, man kennt es auch einfach so nicht. (Das gehört sich nicht – würden manche vielleicht sogar behaupten.) Inzwischen gibt es sicher Volkshochschulkurse. Aber wenn man es eben nicht kontinuierlich anwendet, kommt man aus der Übung…

- Rabatte? Das ist doch schon runter gesetzt! Die Händler werden zu kleinen Psychologen und tricksen uns aus… Warum sollte ich über eine Ware verhandeln, die doch schon runter gesetzt ist? Ich bezahl doch schon weniger…

- Ich will nicht den halben Stand kaufen! Handeln schön und gut, auch wenn ich für meine Äpfel für 3 Euro noch 3 Birnen dazu bekomme – es passte einfach nicht auf meinen Apfelkuchen. Ausserdem mag ich Birnen gar nicht. Und jetzt noch das oder das… Ich will doch nur Äpfel! Also zahlt man doch lieber den angegebenen Preis, bevor man sich vor Zusatzangeboten nicht mehr retten kann und dann doch mal kurz für 10 Euro Obst und Gemüse gekauft hat.

Am Ende wird trotzdem in jeder Fernsehsendung, die dieses Thema aufgreift, erklärt, dass wir Feilschen sollen! Wenn wir den Preis bei manchen Waren um die Hälfte drücken können, so macht der Händler trotzdem noch Gewinn. Man soll einfach frech und willensstark auftreten – der Händler wird schon seine Schmerzgrenze haben. Ansonsten – zwei Stände weiter gibt es das Pfund Bananen eh 50 Cent billiger…
[EDIT: natürlich schaltet GMX gleich nach mir auch einen Artikel ;) ]

3 Kommentare

    • Doro
    • 30. April 2008 - 21:06

    das erinnert mich doch sehr an den arabischen markt in jerusalem :-)
    da wurde man manchmal ohne feilschen ganz schön über den tisch gezogen. und wir haben festgestellt, dass jeder von uns feilschen kann, der eine mehr der andere weniger.
    aber ich weiß nicht, ob ich mir das in deutschland getrauen würde :-)

    • Flocke
    • 1. Mai 2008 - 11:59

    Ich sehe das mit dem Feilschen auch so. In Isral ging es recht gut, ich glaub zwar, das die hälfte des Preises immer noch zu viel war fü einen sieben Armigen Kerzenständer, denn wir hatten uns zwar auf einen Preis geeinigt der unter der hälfte des Preises lag, nur redete der Händler von einer ganz anderen Währung, das war vielleicht ein Slammsel. In Deutschland traue ich mir das weniger, eigentlich nur wenn ich sehe, dass schon kleine Mängel an den Objekt aufgetreten sind.

    @zaphira
    Wie ist das eigentlich mit der Party am Freitag und Samstag? Ist das eher eine private Veranstaltung, oder kann da jeder kommen der mag?

  1. party? ach, du meinst wohl die vom barcamp? das gehört mit zu der veranstaltung…
    ich wage mal zu behaupten, dass das “privat” ist… musst einfach den entsprechenden link mal lesen…


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