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Deutschland 2003 – Regie: Pepe Planitzer – Darsteller: Karl Kranz-
kowski, Christina Große, Paul Faßnacht, Duc Vu Trung, Hermann
Beyer, Carmen-Maja Antoni, Fabian Busch, Petra Kelling, Thomas
Lawinky – FSK: ab 12 – Länge: 104 min. – Start: 17.7.2003

Bruno Winter (Karl Kranzkowski) ist Mitte fünfzig. Früher einmal, in
der DDR, war er Chirurg. Aber nach einer „ungewöhnlichen“ Ausein-
andersetzung mit dem Staat verbannten ihn die Funktionäre aus dem
Job in leitender Position. Weil politisch angeblich nicht mehr korrekt.
Seitdem fährt er Busse. Doch nun ist auch mit diesem Job Schluss …

Seine Mutter überredet ihn, sich bei einer Agentur eine Frau zu kaufen,
um mit dieser dann auf dem elterlichen Bauernhof ein neues Leben zu
beginnen. Dubiose Frauenvermittler verschachern ihm wenige Tage
darauf Anita (Christina Große); eine Frau, die ihn in der Tat fasziniert.
Doch die Vermittler wollen die Frau zurück … Anita habe überhaupt
niemals zum Verkauf g estanden, es läge ein Missverständnis vor. Das
will Bruno nicht akzeptieren. Zumal er erkennen muss, dass Anita selbst
gegen die Agentur kämpft, weil sie gegen ihren Willen festgehalten wird.
Anita arbeitet eigentlich als Kurier, schmuggelt in einem Koffer Kinder
nach Deutschland.

Dass ihm der kleine vietnamesische Junge aus dem Koffer schon bald
ans Herz wachsen wird, dass er mitten in Berlin ein gestohlenes Zirkus-
pferd adoptiert, dass er seinen in kommunistische Revolutions-Ideale
verliebten Vater in der Nacht auf einem Schützenpanzerwagen vor dem
Reichstag treffen wird, dass er sich mit den Gangstern seiner Stadt
anlegt, dass er sich in Anita verliebt … – davon und von all den anderen
Zufällen, die in naher Zukunft sein Leben total auf den Kopf stellen wer-
den, ahnt Bruno Winter noch nichts. Doch eines ist gewiss in diesem
märchenhaften Großstadtfilm – ein Schiff wird kommen. Und die Liebe
auch.

Ein kurioser Film, der zeitgenössischen und gelegentlich aber auch
unglaublichen Realismus mit einer märchenhaften Phantasie mixt. Ein
Debütfilm, der wegen der hohen Anforderungen schwierig zu produzieren
war, mit einer Vielzahl an Charakteren und Drehorten.

Text: Kinostar

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