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Als ich gestern fröhlich vor mich hin auf der Straße schlenderte, war die Welt noch in Ordnung. Nun sitze ich hier und weiß nicht, was ich tun soll. Und während ich so überlegen, was ich Verrücktes anstellen könnte, klingelt mein Telefon: „Was ist los mit dir?“
Gibt es jetzt schon Telepathie??? „Mir geht es bestens! Ich habe endlich mal Zeit… für mich. Für alles, was ich schon immer machen wollte.“ Aber warum fällt mir dann jetzt nix ein? Es kommen doch immer wieder Einschränkungen… Und schon bleibt nix übrig, was sich als lohnenswert zu erachten scheint, um damit meine wertvolle Zeit zu verschwenden.
Ich habe eine Idee. Lege auf, ziehe mich an und laufe los. Ohne Ziel — das wollte ich schon immer mal machen. Und doch scheine ich ein Ziel zu haben. Oder besser, meine Füße scheinen ein Ziel zu haben, denn sie tragen mich zu einem bekannten Ort.
Es geht voran! Ich überlasse mich meinen Füßen, sie werden schon wissen, was sie tun. Derweil gebe ich mich meinen Gedanken hin. Sie schweben davon, mit meinen Schritten, und landen, kommen schließlich zum Stehen.
Wo ich bin? – Da wo es ruhig ist. Meine Gedanken steigen auf. Lassen mich die Gegend genießen. Ich sinke zu Boden. Aber nicht kraftlos oder erschöpft. Ich sinke unruhig zu Boden um mich zur Ruhe zu bringen. Wie es diesem Ort hier angemessen ist. Wie könnte ich haltlos durch die Gegend stürzen, wenn es sich lohnt inne zu halten.
Mit dem Blick gen Himmel gerichtet versuche ich meine Gedanken zu fassen. Lasse mich von ihnen beruhigen und fange an mich damit zu befassen. Wie ich das nötig hatte – schon lange.

Ich fühle mich erschöpft und gleichzeitig so voller Kraft. Ich springe auf und verfalle in einen leichten Trab. Ich möchte mich auspowern um wieder zu Boden sinken zu können. Ich möchte erneut Energie aus mir selbst ziehen.
Man sucht immer an der falschen Stelle nach neuer Kraft. Dabei ist man doch selber die beste Quelle.

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