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Category Archives: mein leben

Vor etwa einer halben Stunde habe ich von meinem Vater erfahren, dass meine Oma gestorben ist. Es war ein komisches Gefühl…
Nach 5 Minuten des Weinens kam die Ruhe – ein wenig. Denn ich erinnerte mich an gestern: Ich war vermutlich die Letzte, die bei ihr gewesen ist.

Gerade, als ich ihr Zimmer im Krankenhaus suchen wollte, kam mir meine Tante entgegen. Sie erzählte mir, dass es Oma nicht mehr so gut wie die letzten Tage ginge. Sie hatte die Woche zuvor nochmal einen richtigen Aufschwung gehabt, konnte sich an viel erinnern und hatte Hunger sowie Langeweile. Doch gestern war es wieder wie vorher. Sie lag fast teilnahmslos im Bett und war sichtlich schlapp. Immerhin bekam sie mit, wenn jemand kam. Das war ja schon mal ein Anfang.
Und ich hatte diesmal Fotos mitgebracht. Ich zeigte ihr ihre Urenkelin. An sie konnte sie sich inzwischen nicht mehr erinnern, aber sie war sichtlich erfreut, ein kleines Kind zu sehen. Ich habe ihr auch Enkel und ihren verstorbenen Mann gezeigt, was sie auch sehr schön fand. Aber am meisten freute sie sich über ihr (?) Hochzeitsbild. Sie lächelte so glücklich…
Auf die Frage, ob sie noch wusste, wie alt sie damals gewesen sei, überlegte sie eine Weile und musste dann leider mit den Schultern zucken. Aber ich nutze die Gelegenheit: Ob sie jemals geglaubt hätte, so ein langes Leben zu haben. – Nein. / Und ob sie ein schönes Leben gehabt hätte. – Och, schon!
Bescheiden wie immer! So ist sie schon die meiste Zeit ihres Lebens gewesen. Sie hatte sichtlich Schmerzen, aber auf die Frage, ob ich ihr helfen könnte, verneinte sie wie immer höflich. So lag sie eine Weile da und ich hielt einfach ihre Hand. So wurde sie wenigstens ruhiger.
Als ich dann gehen musste, versprach ich ihr, sie nächste Woche wieder im Altersheim zu besuchen. Ich habe sie gedrückt und ihr gesagt: “Ich hab Dich lieb, Oma!” Und sie lächelte nur…
An der Tür meinte ich dann noch: “Bis nächste Woche!” – Aber die Oma hat sich nicht dran gehalten…

Ich habe im Gehen noch gedacht, dass ich ihr ab jetzt jedes Mal sagen werde, dass ich sie lieb habe, damit ich es nicht bereue, falls ich sie nicht nochmal sehen könnte. Und so war es ein unerwarteter Abschied, den ich glücklicherweise haben durfte…

Auszug aus meinem Twitteraccount:

Zufällig aus dem Fenster sehen, ein Fleurop-Auto sehen und denken: “Oh nein, bitte nicht!” – Ist das jetzt gut oder schlecht? #Valentinstag

Jetzt verstehe ich auch die komischen Aussagen von gestern… Alles nur Lügen, um rauszufinden, ob ich heute zu hause sein werde… *kopfschüttel*

Ist das jetzt romantisch? Auf jeden Fall.
Aber gefällt es mir? Ich weiß es nicht…

Vielleicht liegt es daran, nicht zu wissen, wie ich damit umgehen soll… Wie zeigt man Dankbarkeit, wenn man selber nicht romantisch oder kitschig sein kann?

Moment: Man nehmen kitschige Filme und schaue einfach, wie man sich revanchiert! Lösung gefunden… Nur noch nicht den richtigen Film.

Im letzten Quartal hat sich in meinem Leben so einiges verändert und damit es spannend bleibt ändere ich einfach noch mehr…

Fest im Griff der arbeitenden Bevölkerung, werde ich immer weiter hinein gezogen in ihren Kreis. Sie verschlingt meine Zeit in einem Maße, das vorher gar nicht denkbar war und doch stehe ich noch am Rande und bahne mir erste Wege zu einem noch uneinigen Ziel. Kleine Spalten sind in der Menge auszumachen und bieten neue Möglichkeiten, die vor Ergreifen wenigstens angedacht werden sollten. So stehe ich in vielleicht zweiter oder dritter Reihe am Rande, wo das Ausmaß nur sehr schwer zu überblicken ist, mit der Hoffnung und Vorfreude, auf das, was vor mir liegt. Ab und zu muss man untertauchen, mal wieder springen um vorwärts zu kommen, aber auch wird man straucheln. All das ist nicht nur in dieser Masse sondern auch im Leben mehr als üblich und notwendig.
Nun bleibt nur die Frage nach der sinnvollen Nutzung der Zwischenzeiten. Sicher – alles noch ausbaufähig. Aber ein Anfang ist gemacht und dabei soll es nicht bleiben. Mit der Zeit finden sich genügend Dinge. Auf der Strecken wird trotzdem so Einiges bleiben. Offen bleibt vorerst, was.
In freudiger Erwartung (nein, nicht das – sondern) dessen, was zu hoffen bleibt. :)

Wir sind nun endlich wieder in der Heimat angekommen! Und das soll nicht unbemerkt vor sich gehen… Da bereit nach einer Einweihungsfeier gefragt wurde, möchten wir das Ganze etwas abgeändert ankündigen:

Wir laden am 20. November 2010 recht herzlich zum “Tag der offenen Tür” ein! Von 10 bis 22 Uhr sind wir zu Hause und empfangen neugierige Besucher.

10 Uhr beginnt der Tag mit Frühstück, ab 13 Uhr werden Nudeln gereicht und 18 Uhr gibt es ein pikantes Chili.
Es wird Einiges vorbereitet, jedoch können wir nicht für alle vorrausschauend Kochen, daher bringt doch eine Kleinigkeit mit. Zum Beispiel eine Wrap-Füllung, welche es den ganzen Tag über geben wird.

Nun kommt dann ab und an doch mal die Frage nach einem Einweihungsgeschenk auf. Auch darüber haben wir uns Gedanken gemacht und sind eigentlich recht zufrieden mit dem Ergebnis: Wir möchten einen Adventskalender!

Wie soll das gehen? Jeder Erwachsene bringt eine kleine Überraschung nach seinem Belieben mit, und zieht am Eingang die Nummer, an welchem Tag wir das Geschenk öffnen dürfen. Damit wir auch auf ausreichend “Türchen” kommen, waren wir so dreist, pro erscheinendem Erwachsenen eine verpackte Kleinigkeit zu erbitten. Man kann das Geschenk ja auch aufteilen.

Zu guter Letzt kommt noch ein WeihnachtsRätsel*, damit ihr uns auch findet. Wer möchte kann uns auch gerne vorher** schon eine grobe Uhrzeit nennen, wann er vielleicht vorbeischauen will.

Ortsrätsel

Wir freuen uns auch Euch!

* Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Spoiler unerwünscht!
** Leipzig = 14.213.022 + 12.321.012

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