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Monatliches Archiv: Dezember 2005

von Nicole Baude (FbP)

Des Mausklicks beraubt auf www.dontclick.it

Was passiert wenn uns der Mausklick als essentielles Element zur
Navigation innerhalb eines User Interfaces einfach genommen wird?
Verändert sich dadurch unsere Wahrnehmung dieses Interfaces? Ist
der Klick so tief in uns verwurzelt, dass wir der Gewohnheit nicht zu
widerstehen vermögen? Oder vermissen wir diesen Mausklick
womöglich nicht einmal und eröffnet die Navigation mittels anderer
Mechanismen ganz neue Möglichkeiten in Gestaltung, Nutzung und
Rezeption von Informationen?

Diese und andere Fragen stellte der Essener Grafikdesigner Alex
Frank im Rahmen seiner Diplomarbeit www.dontclick.it. Die Ant-
worten — und darin liegt der große Reiz dieser Seite — präsentiert
der Autor nicht selbst. Vielmehr wird der Nutzer angeregt das
Konzept zu erforschen, damit Teil der Studie zu werden und sich
einige der Antworten selbst zu erschließen.


CAN YOU RESIST TO CLICK?

Die Navigation durch die Inhalte erfolgt mittels Mausgesten, die den
Klick ersetzen. Hierzu werden mehrere Möglichkeiten Buttons zu
aktivieren mit ihren Vor- und Nachteilen vorgestellt. Die Seite selbst
bedient sich der Steuerung durch die Bewegung des Mauszeigers
über den Button hinweg. Der Hauptnachteil in dieser Art Navigation
liegt in dem recht hohen Risiko ungewollt Aktionen durch versehent-
liche Mausbewegungen auszulösen.

Grundsätzlich hätten Mängel in der Gestaltung hier weitreichende
Folgen für die Nutzung der Oberfläche, Chaos und Verwirrung wären
vorprogrammiert.

Bei Herrn Frank funktioniert es prima. Schon nach nur 5 Minuten
antworte ich im Do-You-Miss-The-Click-Popup mit Nein und der
nachfolgende Besuch einer clickbasierten Website stürzt mich in
tiefste Verwirrung.


THE CLICK ERGONOMY

Die Seite bietet zusätzlich zur Vorstellung des Konzeptes Informationen
zur Geschichte der grafischen Benutzeroberfläche (THE CLICK
HISTORY), erläutert warum unser gesamter Körper in die Nutzung
des Interfaces einbezogen ist (THE CLICK ERGONOMY) und bietet
auch gleich die virtuelle Fahrt ins MOUSECAMP an, wo ich meine arme
Maus durch einen Irrgarten führen und mich einer Spinneninvasion
stellen muss.

Im Punkt AUTOPILOT können die Mausbewegungen der ersten 20
Sekunden vorheriger Besucher dieser Seite nachvollzogen werden.
Das reicht von zielsicheren Wanderungen durch die Inhalte über
offenbare Orientierungslosigkeit die sich in chaotischen Zickzack-Be-
wegungen äußert bis hin zur totalen Mausparalyse.

Alles in allem ist diese Seite jedem zu empfehlen, der Spaß an Web-
design hat. Hervorzuheben ist auch die aussergewöhlich ansprechende
Gestaltung.

Alex Frank lebt in Essen und arbeite ursprünglich als Grafikdesigner
für diverse Magazine bevor er begann sich mit der Gestaltung von
Benutzeroberflächen zu beschäftigen. Beweggrund: “… because I fell
in love with Flash.”

www.dontclick.it

… nette Weihnachtswünsche von claudio.de …

— von Amelie Fried

Heute lesen Sie wieder eine Lektion aus der Reiche >Warum Männer
und Frauen sich nicht verstehen können<. Dieses Thema behandle ich ja immer wieder mal, was daran liegt, dass es zwischen Männern und Frauen eine Fülle von Möglichkeiten gibt, sich misszuverstehen. Ja, manchmal beschleicht einen das Gefühl, das Missverständnis sei sozusagen die Basis der Kommunikation zwischen Mann und Frau, und als sei es eher Zufall, wenn sie sich mal richtig verstehen.

Nehmen wir folgenden Dialog, der sich täglich so (oder so ähnlich)
zwischen Paaren abspielt:

Sie sagt: >>Lass uns doch mal wieder schön zusammen essen gehen!<< (Sie meint: Es war so viel los in letzter Zeit, ich hätte dich gerne mal
wieder für mich.)
Er sagt: >>Warum sollen wir den ausgehen, wir haben es doch zu
Hause so gemütlich.<< (Er meint: Selber kochen ist billiger und der
Weg zum Bett ist kürzer.)
Sie sagt: >>Ich würde gerne mal wieder unter Leute.<< (Sie meint:
Ich möchte mal endlich meine neue Klamotte ausführen, und dich
würde ich auch gerne mal wieder in was anderem sehen als in
deinem alten Bademantel.)
Er sagt: >>Ich dachte, du willst mich für dich allein haben.<< (Er
meint: Du langweilst dich also mit mir.)
Sie sagt: >>Deshalb können wir doch trotzdem ins Restaurant gehen.<< (Sie meint: Ich will einfach mal wieder verwöhnt werden.)
Er sagt: >>Du kochst viel besser.<< (Er meint: Solange du kochst,
könnte ich die erste Halbzeit Bayern–Schalke anschauen.)
Sie sagt: >>Ich hab keine Lust zu kochen.<< (Er versteht: Ich habe
keine Lust auf dich.)
Er sagt: >>Ich habe heute Abend sowieso ein Meeting, könnte etwas
später werden.<< (Er meint: Dann schau ich das Spiel eben mit
meinen Kumpels an …) (Sie versteht: Ich habe etwas Besseres vor,
als mit dir essen zu gehen.)
Sie sagt: >>Du liebst mich nicht mehr.<< (Sie meint, was sie sagt.)
Er sagt: >>Wie kommst du denn darauf?<< (Er meint: Wenn du
schon keine Lust auf Sex hast, dann lass mich wenigstens das Fuß-
ballspiel ansehen.)
Sie sagt: >>Ich spür das einfach.<< (Sie meint: Du bist ein unsensibler
Klotz.)
Er sagt: >>Du spinnst.<< (Er meint: Hast du deine Tage?)
Sie sagt: >>Ich glaube, wir sollten uns trennen.<< (Sie meint: Jetzt
nimm mich doch endlich in den Arm!)

Wie dieser Dialog endet, ist von Fall zu Fall verschieden, sicher ist:
Mann und Frau haben mal wieder grandios aneinander vorbeigeredet,
und das, ohne es zu merken. Das Problem ist nämlich, dass beide
glauben, der andere meint immer, was er sagt, müsse aber verstehen,
dass man selbst eigentlich etwas anderes meint. Aber um sich miss-
zuverstehen, muss man nicht mal eine Unterhaltung führen, schon
einzelne Begriffe werden von Männern und Frauen völlig unterschied-
lich aufgefasst, wie folgende Beispiele zeigen:

Einkaufen:
Für Frauen = gemütliches, stundenlanges Bummeln durch Läden und
Kaufhäuser, gelegentliche Anprobe von Kleidungsstücken, zwischen-
durch Kaffe und Kuchen.
Für Männer = Aufsuchen einer Geschäftes, Tunnelblick auf das was
gekauft werden soll, Anprobe von maximal zwei Teilen, Verlassen
des Geschäftes nach höchstens zehn Minuten.

Schenken:
Für Frauen = ein Anlass, den Lieben mal wieder so richtig zu über-
raschen.
Für Männer = ein Anlass, sich von der Liebsten mal wieder so richtig
überraschen zu lassen.

Sex:
Für sie Beweis für die Existenz ihrer Liebe.
Für ihn Beweis für die Existenz seiner Triebe.

Romantik:
Sie (blickt schwärmerisch zum Nachthimmel hoch): >>Schau mal,
wie schön der Mond ist!<<
Er (blickt misstrauisch zu ihr): >>Was willst du denn damit sagen?<<

Fazit:
Man muss jemanden nicht verstehen, um ihn zu lieben. —

Dies ist ein Warnhinweis!

Derzeit scheint sie besonders gefährlich: die Kaugummi-
Mafia. Ihe Auftreten konnte gestern gegen 22:30 Uhr,
sowie heute gegen 0:15 Uhr und 4:45 Uhr nach Angaben
von Augenzeugen bestätigt werden.
Die verteilte Ware stammt aus grünen Beuteln und ist ca.
1,3 x 1,9 cm groß.

Nebenwirkungen konnten auch schon festgestellt werden:
- vorübergehender Sehverlust
- teilweise Sehschwäche.

Zur Zeit wird versucht zu retten, was noch zu retten ist.

Hab nu auch den schicken Flyer gefunden:

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