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Monatliches Archiv: Oktober 2005

Früh um 6 ging es los. Wir hatten einen guten Busfahrer. Er fuhr
zügig aber nicht ruckartig oder rasant, also dass er ständig beschle-
unigt oder abgebremst hat. Zumindest war es so in der vorderen
Hälfte des Busses.

Wir sind gegen 11 Uhr in der Jugendherberge “Haus der Jugend
eingetroffen. Eine tolle Jugendherberge. Sie erfüllte auf jeden
Fall ihren Zweck. Wir hatten 6- & 8- Bettzimmer. Aber zum nur
Übernachten war das ok.

Um 12 Uhr waren wir dann endlich auf der Messe. Wir hatten die
Aufgabe bekommen, 2 Verlage und vorzunehemen und uns mit
diesen zu befassen. Was deren Profil ist und so was.
Als wir damit fertig waren (immer in 3er Gruppen, aber unser 3.
Gruppenmitglied war dann doch nicht mit zur Messe gefahren),
bin ich alleine weitergezogen.

Die Messe ist ja wirklich riesig. Kleine Einblicke gibt es unter
www.buchmesse.de.

18 Uhr war Treffen am Ausgang, von wo aus es dann zurück zur
Jugendherberge ging. Es hieß, dass die Frankfurter (“Partner-
studiengang” [ist ähnliches Studium] gegen 9 eine Kneipentour
machen wollen.
Dort sind wir dann auch mit, aber da wir müde waren ging es,
zumindest für mich und einige andere relativ zeitig wieder zuü¼ck
zur Herberge. Es war gegen 10 und halb 11 war ich dann endlich
im Bett.

In Textdesign wurden wir von Prof. Dr. E.-P. Biesalski beauftragt
unseren Nachbarn in einem kurzen Text vorzustellen und er sollte je
nach Anfangsbuchstage begründen, warum er ein bestimmtes Studium
nicht gewählt hat.

Ich habe meine Nachbarin vorgestellt, warum sie nicht Latein und
Chemie auf Lehramt studiert hat:

Sandra Sittner – mit ihren 1,68m nicht geeignet für ein Studium Latein
und Chemie auf Lehramt. Wie auch? Wer nie Latein hatte und Chemie
abgewählt hat, so schnell es ging, der sollte es wohl lieber gleich lassen.
Ausserdem hält sie Lehrer für Idealisten, die nach jedem Schultag von
ihren Schülern enttäuscht nach hause gehen. Auch mag sie keine großen
Tiere – und wer kann es sich nicht vorstellen: die laute Masse vor einem,
die einem Zoo gleich kommen kann. Sie möchte auch kein festge-
fahrenes Leben führen und jedes Jahr das Gleiche erzählen. Vielleicht
auch daher, mag sie das halbe Jahr Au-Pair in Süd-London gemacht
haben. Zu ihrem Unglück erwartete sie ein 10 Jahre alter, schrecklicher
Balg. In 5 Jahren gab es dort ganze 7 Au-Pairs, die sich an ihm ver-
suchen durften und scheiterten. Mit viel Schwung und Elan geht sie nun
auf ihr Studium zu, wo sie endlich die Chance bekommt, alles zu zeigen,
was sie kann. Viel Erfolg!

Ich bin jetzt 1,5 Jahre mit meinem Freund zusammen. Ich lege
sonst nie so sehr Wert auf solche Jahrestage. Ich fand es nur
durch Zufall heraus, weil ich vor ca. ner Woche gefragt wurde,
wie lange wir schon zusammen seinen.

Ich bin glücklich darüber.

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