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Monatliches Archiv: September 2005

Nachdem ich in Monemvasia angekommen bin, ging ich in die
“Bay Watch Bar”, da Terry nicht an der Haltestelle auf mich
wartete und ich da hin gehen sollte, wenn er nicht da wäre.
Leicht durchgefragt zu der Bar, war aber auch dort kein Terry.
Also tat ich, was ich sowieso als Erstes vorgehabt hatte: Ich
ging schwimmen. Erstmal erschrak ich vor den Seeigeln und
dann war auch noch das Wasser salzig. Aber es machte mir nix
aus, denn es war angenehm kühl und da musste ich halt einfach
etwas vorsichtiger hinein gehen. Nur blöd, dass die trockenen
Haare jetzt so kleben. Nach dem schwimmen (auf die Minute
genau) erschien Terry auf seinem (mindestens uralten) Roller
(Motorbike). Wir gingen erstmal was Essen, denn ich hatte nach
der langen Reise schon etwas Hunger. Jetzt gab es erstmal viel
zu erzählen…
Dann endlich machten wir uns auf zu Terry’s zu Hause (Fluke’s
Farm). Er hat eine “Treeplant” (dabei viel mir auf, woher das
Wort Plantage (wahrscheinlich) kommt: plant = Pflanze ->
Plantage = bepflanzte Anlage). Nun hieß es auf dem tollen
uralten Ding mit meinem Gepäck eine Strecke von 12 km zurück-
zulegen. Davon ca. 10 km auf denen wir rund 650 Höhenmeter
zurückgelegt haben. Man stelle sich das so vor:

[Bild noch in Bearbeitung]

Zwischendurch musste ich sogar absteigen, da das Motorbike
sonst schlapp gemacht hätte. Am Ende bin ich also ca. 2 km zu
Fuss gelaufen. Wow! Wo ist nur meine Kondition geblieben?
“Kondition!?!” — “Hallo?!?”
Endlich oben angekommen ging es nochmal ca. 100 m einen
höchstens 30 cm breiten, aber mindestens ebenso geschlängel-
ten Weg wie die “Berg-auf-Fahrt” zum Haus.

Kurz vor dem Ziel, wo ich schon glücklich bin, wenn überhaupt jemand
Englisch spricht, steige ich in einen Bus, wo auf dem 2. Sitz im Fahrer-
raum: “Nur für Begleitpersonal” steht. *g*

Und oben drüber: “Während der Fahrt bitte nicht mit dem Wagen-
führer sprechen” …

Es ist Punkt 12 und ich sitze nach einer fast 6-stündigen Fahrt in Malaoi
und warte auf meinen Bus nach Monemvasia (12:30). Angeblich soll ich
dann gegen 13 Uhr endlich am Ziel sein – und das fast 2 Stunden früher
als geplant.
Als erstes werde ich baden gehen.
Ich habe Terry jetzt erstmal per SMS Bescheid gegeben, dass ich wahr-
scheinlich früher da sein werde. Der Akku ist auf einmal so extram
schwach. Ich hoffe er hällt noch durch bis ich da bin!
Ich hab schon über einen Film bisher verknippst. Ich hab 20 Filme ein-
stecken. Das dürfte ja wohl reichen. Ausserdem habe ich extra noch
Marcel’s DigiCam (Photoknipse) mitgenommen, damit ich gleich Bilder
ins Netz stellen kann. Mal sehen, ob ich hier unten überhaupt nen Zu-
gang finde. Hoffe, dass ich alles auf Terry’s Laptop schreiben kann und
dann nur noch ins Netz kopieren muss. Würde sonst zu lange dauern
und dadurch zu teuer werden. Und das muss ich Terry nicht antun.
Angeblich lebt er von knapp 170 € im Monat.

Ich wurde gefragt, ob ich Fotografie studiere und ob ich aus Deutschland
sei, von der Frau rechst hinter mir. Ihre Tochter (ursprünglich aus
Thessaloniki) studiere auch Fotografie und es sei sehr interssant. Die
Frau neben mir steigt auch in Malaoi aus. Ob sie auch nach Monemvassia
will?

Warum nur, warum? Ich hab es doch nun bald geschafft (11:25 Uhr).
Ausgerechnet jetzt muss der Busfahrer Musik an machen. Hilfe!

Endlich hatte ich auch etwas erholsamen Schlaf. Nach meinem andert-
halbstündigen Schläfchen im Bus fühlte ich mich nur noch kaputter und
hatte richtig Kopfschmerzen. Die sind jetzt nach 3 Tagen fast vollständig
verschwunden. Halt nur noch Müdigkeit.

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